Das Essener Verfahren

Live-Bild des Teilbauabschnitts der Wasseraufbereitungsanlage II (WAA II).

Live-Bild des Teilbauabschnitts der Wasseraufbereitungsanlage II (WAA II).

Das Trinkwasserverbundsystem Essen – die Trinkwasserqualität wird noch besser
Bereits im Jahr 2002 haben die Stadtwerke Essen AG und die GELSENWASSER AG ihre Wasserwerke in Essen zur neuen Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) zusammengeschlossen, um die Wasserwerke Essen-Überruhr und Essen-Horst im Verbund gemeinsam zu betreiben.

Ziel des Verbundsystems beider Wasserwerke ist es, die Qualität des Trinkwassers weiter zu verbessern und langfristig zu sichern. Hierzu werden die beiden Wasserwerke über eine 2,8 Kilometer lange Doppel-Leitung miteinander verbunden und neue Aufbereitungsstufen installiert. Die Arbeiten hierzu werden im Mai 2009 beginnen.
Eine große technische Herausforderung stellt in der ersten Bauphase der Bau eines Dükers unter der Ruhr hinweg dar. Ab dem Jahr 2011 fließt das aus der Ruhr entnommene Rohwasser zunächst durch die Langsamsandfiltration der Wassergewinnung Essen-Burgaltendorf. Durch die neue Leitung wird das Wasser anschließend unter der Ruhr hinweg nach Überruhr geleitet. Am Standort Essen-Überruhr wird dann ab 2011 das vorgefilterte Wasser einer weiteren Aufbereitung unterzogen.

Die dort bereits vorhandene Wasseraufbereitungsanlage (WAA I) mit den Aufbereitungsstufen Ozonung, Flockung und Schnellfiltration wird im Zuge der Baumaßnahme um Aktivkohle-Filtration, physikalische Entsäuerung und Desinfektion mit UV-Licht erweitert. Diese Aufbereitungsstufen werden in der neuen Aufbereitsanlage (WAA II), indem auch ein Reinwasserspeicher mit 15.000 m³ Fassungsvermögen intergriert wird, installiert. Im freien Gefälle fließt das Trinkwasser anschließend den Netzpumpwerken in Überruhr und Horst zu.

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